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Trinkwasserverordnung

Trinkwasserverordnung Dezember 2013 - Änderungen

Die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte für Schadstoffe werden mit Wirkung zum 01. Dezember 2013 noch einmal reduziert. Die neuen Grenzwerte liegen bereits seit langem als Empfehlung vor und treten mit dem 01.12.2013 in Kraft. Der im Trinkwasser zugelassene Wert für Blei sinkt dabei von bisher 25 μg/l auf 10 μg/l. Die Empfehlung des Umweltbundesamtes einschließlich der "Liste der trinkwasserhygienisch geeigneten metallenen Werkstoffe" finden Sie hier.

Die Sicherstellung dieser Schadstoffrichtlinien geht mit einer Positivliste des Bundesumweltamtes einher, in der bereits geprüfte und für Trinkwasser hygienisch geeignete Materialien gelistet sind. Diese Materialien sind nach einer Ablauffrist von zwei Jahren verbindlich vorgeschrieben. Nach Ablauf dieser Frist dürfen sowohl für neu errichtete als auch für instandgehaltente Anlagen nach §17 Abs. 2 der Trinkwasserverordnung nur noch solche Werkstoffe Verwendung finden, die in der Positivliste aufgeführt sind. Bis dahin dürfen nur noch metallene Werkstoffe verwandt werden, bei denen absolut sichergestellt ist, dass keine Überschreitung der Grenzwerte auftreten.

Trinkwasserverordnung Dezember 2012 - Änderungen

Am 12. Oktober 2012 wurde die "Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung" vorgelegt und trat am 14. Dezember 2012 offiziell in Kraft. Besonderes Augenmerk liegt auf der Neueinführung des Begriffes der "gewerblichen Tätigkeit", welcher insbesondere die Vermietung von Wohnraum umfasst. Die neue Trinkwasserverordnung ist also speziell für Besitzer von Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden zu beachten (Betreiber von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung mit ständiger Warmwasserverteilung). Außerdem enthält sie Neuregelungen u.a. in Bezug auf Legionellenuntersuchungen in Trinkwassererwärmungsanlagen, geänderte Anzeigepflichten und ein geändertes Datum zur Erstuntersuchung für Betreiber von Großanlagen und einiges mehr.

Was hat sich geändert?

Bereits mit der ersten Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung wurde zum ersten Mal in einem EU-Mitgliedsstaat ein Grenzwert für Uran im Bereich "Trinkwasser" festgesetzt. Dies ist der weltweit höchste Grenzwert. Auch ein reduzierter Grenzwert für Cadmium wurde für die aktuelle Trinkwasserverordnung festgesetzt. Eine drastische Verschärfung erfolgte in den Bereichen "gewerbliche Nutzung" und "öffentliche Nutzung". Dies betrifft zum Beispiel Altersheime, Ämter und alles im Bereich gewerbliche Vermietung. Hier ist eine Überschreitung der Grenzwerte strafbar. Eigentümer sind automatisch die "Betreiber der Hausinstallation" und stehen somit in der Pflicht. Unternehmen, Vereine, Verbände u.ä, die als "juristische Personen" agieren, sollten also die Pflicht der Überprüfung des Rohrleitungssystems rechtzeitig an "natürliche Personen" weiterleiten.

Geänderte Anzeigepflichten für Betreiber von Großanlagen

Sowohl bei der Errichtung als auch bei der Änderung von Installationen rund um den Bereich Trinkwasser in Wohngebäuden wie Mehrfamilienhäusern bestand durch die "Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung" eine Anzeigepflicht, wenn sich dort eine sogenannte "Großanlage" zur Trinkwassererwärmung befand (Einfamilienhäuser besitzen meistens Kleinanlagen). Diese generelle Anzeigepflicht ist durch die "Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung" nun aufgehoben (Ausnahme: Neuinstallation in öffentlich genutzten Gebäuden). Es besteht nun keine generelle Pflicht mehr, Warmwasserversorgungsanlagen bei den zuständigen Gesundheitsämtern anzuzeigen. Dies wurde mit Kapazitätsproblemen und dem durch diesen Aspekt stark gestiegenen Zuwachs von Bürokratie innerhalb der Gesundheitsämter begründet.

Untersuchungsintervall und Datum der Erstuntersuchung

Alle Installationen im Bereich Trinkwasser in Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten müssen in regelmäßigem Turnus verpflichtend auf Legionellen untersucht werden, wenn eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung installiert ist und wenn Anlagen installiert sind, die eine Vernebelung (z.B. Duschen) des Wassers ermöglichen. Die "Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung" von 2011 legte einen jährlichen Untersuchungsturnus und eine Deadline für die späteste Erstuntersuchung auf den 31.11.2012 fest. Die zweite Novelle ändert diese Gesetzgebung wie folgt ab:

  • Stichtag der Erstuntersuchung für die oben beschriebenen Installationen zur Wasserversorgung: 31.12.2013

  • Änderung des Untersuchungsintervalls von jährlicher auf mindestens dreijährige Untersuchungspflicht für gewerblich genutzte Gebäude, z.B. vermietete Häuser (strengere Richtlinien für öffentlich genutzte Gebäude, z.B. Schulen)

Alle Angaben ohne Gewähr

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